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Glossar

Alle wichtigen Begriffe zum Thema Industrial Ethernet und Feldbus

 

 

ADC (Analog-to-Digital Converter)

Siehe Analog-Digital-Wandler

Adresse (Adress)

ist eine Zielangabe oder auch Anschrift in Form bestimmter Zeichen oder Zeichenfolgen. Sie dient der Kennzeichnung eines tatsächlichen Bestimmungsortes. Eine Adresse kann eine Firmenanschrift (für materielle Güter), eine Emailadresse (Speicherplatz), eine Speicheradresse (Speicherbereich, an dem Daten hinterlegt und auch wiedergeholt werden können) oder aber auch eine Achsadresse (Achsbezeichner, der in Programmen für Werkstücksbearbeitungen bei numerischen Steuerungen mittels eines Symbols den Achsantrieb kennzeichnet, für den die dem Symbol zugeordneten Technologie- und Geometriedaten bestimmt sind) sein.

Adressierung/ Adressing

Bezeichnung für eine absolute, symbolische oder relative Adressangabe

AFE-Umrichter (Active-Front-End-Umrichter)

(Frequenzumrichter mit geregeltem Netzgleichrichter)
Am Eingang dieser Umrichter befinden sich anstatt der Dioden aktive Leistungsschalter. Hierdurch ist zwar ein höherer Steuerungsaufwand erforderlich, die sich ergebenden Vorteile sind jedoch beachtlich. Zum einen ist in Fällen in denen von einem Motor angetriebene Massen abgebremst werden müssen eine Energierückspeisung ins Netz möglich. Zum anderen ermöglicht ein solcher Umrichter eine nahezu sinusförmige Stromaufnahme aus dem Netz die wiederum eine erheblich geringer frequentierte Oberschwingung mit sich bringt. Überdies ist es möglich, schnell zwischen generatorischem und motorischem Betrieb zu wechseln.

Besondere Filter bieten die Möglichkeit, eventuell netzseitig durch die eingangseitige Taktung auftretende Resonanzüberhöhungen hinreichend zu bedämpfen.
Typischerweise kommen AFE-Umrichter bei Robotern und Handhabungsgeräten, Verpackungsmaschinen, Pressen, Ver- und Bearbeitungsmaschinen und auch bei Maschinen, die der Herstellung oder Bearbeitung von Stein, Glas, Holz, Textil, Vlies und Papier dienen, zur Anwendung.

Aktoren (Actuators)

Bezeichnen Stellglieder (wie Stellmotoren, Leistungsschalter, Schaltkupplungen, Magnetventile etc.) die dazu da sind, in einen Prozess einzugreifen. Das bedeutet, dass sie in einem gesteuerten Objekt der Nutzung von Informationen für die Einwirkung auf Stoff- oder Energieströme dienen.

Erhältlich sind sie sowohl für rotatorische, als auch für translatorische Bewegungsformen, sofern diese auf piezelektrischer, elektromechanischer oder magnetostriktiver Basis oder möglicherweise nach einer anderen physikalischen Regel arbeiten.

AMA - Fachverband für Sensorik e.V.

Der 1980 als "Arbeitsgemeinschaft Messertaufnehmer" (AMA) gegründete Verein umfasst heute ungefähr 450 Mitglieder aus den Bereichen Industrie und Forschung.Der Verein vertritt die Interessen all derer, die sich im Verlauf der Wertschöpfungskette mit Messsystemen für verschiedenste Anwendungen befassen, wobei es irrelevant ist, ob diese Messsysteme messend oder schaltend sind.Als Delegat des Fachbereichs Sensorik ist AMA auf Grund der Tatsache, dass jedes moderne Messsystem eine Anwendung der Mikrosystemtechnik ist, einer der bedeutendsten Vertreter der Mikrosystemtechnik.Sensoren werden unter anderem über Feldbusse oder EThernet angebunden.

AMR (Automatic Meter Reading)

Bezeichnet die automatische Messdatenerfassung und Zählerauslesung mit Hilfe von fernauslesbaren elektronischen Messgeräten für Wärme, Strom, Wasser und Gas. Möglich ist dies sowohl auf draht- als auch auf funkgestützten Übertragungswegen.

Analog-Digital-Wandler (Analog-to-Digital-Converter)

Meint eine Funktionseinheit, durch die ein analoges Signal in ein digitales Signal umgesetzt wird. Zum Beispiel um einen analogen Messwert auf einen Feldbus umzusetzen

Analoges Signal (Analogue Signal/Analog Signal)

Das Informationsparameter des Signals kann im Rahmen der technisch bedingten Grenzen beliebig viele Werte annehmen. Theoretisch haben sie ein unendlich hohes Auflösungsvermögen, das allerdings praktisch auf einen Bereich von maximal 1 zu 10^4 beschränkt ist. Überdies bereiten sowohl die Langzeitspeicherung als auch die Verrechnung zahlreicher Größen Probleme, weshalb in der modernen Automatisierungstechnik hauptsächlich digitale Signale verwendet werden.

Anlagenautomatisierung (Plant Automation)

Bezeichnet die Automatisierung vielschichtiger, oft auf räumlich weit ausgedehnten technischen Anlagen ablaufender, technischer Prozesse (z.B. fertigungstechnische und verfahrenstechnische Produktanlagen, Walzwerksanlagen, Kraftwerksanlagen, Klär- und Wasserwerke, Pipelines, Hochregallager u.ä.). Aller Regel nach handelt es sich dabei um Einzelobjekte mit jeweils signifikanten Automatisierungskonzepten.

Anlagensicherheit (Plant Safety)

Verhinderung des Auftretens gefährlicher Ereignisse und Verringerung von potentiellen Auswirkungen dieser auf Umwelt, Menschen und Sachwerte, deren Risikobehaftung in Industrieanlagen (Existenz gefährlicher Stoffe und ablaufende technische Prozesse) liegt.

Antriebstechnik (Drive Technologie)

Elektrische Antriebssysteme dienen der elektromechanischen Energieumwandlung. Sie dienen unter der Verwendung von Elektromotoren und anderen antriebstypischen Betriebsmitteln wie Getriebe, Kupplungen, Umrichter, Bremsen, Regel- und Steuerungseinrichtungen sowie Sensoren der Realisierung des für die jeweilige Aufgabenstellung erforderlichen Bewegungsablaufs (speziell in feinmechanischen und informationstechnischen Geräten, Aggregaten der Klima- Lüftungs- und Heizungstechnik, Konsumgütern und Elektrowerkzeugen, bei Produktions- und Hilfseinrichtungen in den unterschiedlichen Zweigen der Fertigungsindustrie und Verfahrenstechnik, bei elektrifizierten Transportmitteln im Verkehrswesen und bei anderen Anwendungen in zahlreichen anderen Bereichen). Hierbei werden Leistungen im Bereich von einigen µW bis zu 110 MW pro Einheit, Drehzahlen von wenigen Umdrehungen in der Stunde bis hin zu mehreren hunderttausend pro Minute und Drehzahlstellbereiche von 1:10 000 ohne Getriebeumschaltung beherrscht. Ungefähr die Hälfte der hervorgebrachten Elektroenergie wird in Elektroantrieben umgesetzt. In diesem Zusammenhang bedeutungsvoll sind der Gebrauch von Energiesparmotoren und die Verwendung verlustarmer Drehzahlstellverfahren.

API (Application Programming Interface)

Bezeichnet eine Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung. Diese Schnittstelle wird von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anknüpfung an das System zur Verfügung gestellt.

Application Layer (Anwendungsschicht)

Die Anwendung entspricht der Schicht 7 im ISO/OSI-Kommunikationsmodell. In dieser Schicht greifen Anwendungen auf die Netzwerkdienste zurück. Überdies werden von dieser Schicht Dienste bereit gehalten, die die Anwendungen direkt unterstützen.

Arbitration Unit, Arbiter

(Übersetzung: Schlichtung/Vermittlung; auch als Bus-Arbiter oder System-Arbiter bezeichnet.)
Die Arbitration Unit bezeichnet in Multi-Master-Systemen die Komponente, die sowohl für die Priorisierung der Zugriffe um die Vergabe einer Ressource nachsuchender Einheiten sorgt, als auch für die zeitlich nacheinander erfolgende Vergabe an alle jene Einheiten zuständig ist.

Sowohl auf Hardware- als auch auf Softwarebasis ist es möglich, die dafür erforderliche Funktionalität zu verwirklichen.
 Jedoch ist die Verwirklichung auf Hardwarebasis wesentlich schneller, weshalb diese häufig bevorzugt wird.

Im Normalfall verfügen Arbitration Units über Watchdog-Timer, welche den Bus-Mastern in den Fällen, in denen sie den Bus nicht rechtzeitig zurückgeben, diesen Bus entziehen können. Dies garantiert wiederum maximale Antwortzeiten für Requests

Arcnet

Bezeichnet einen Feldbus der Echtzeit-fähig ist und für industrielle Hochgeschwindigkeitsanwendungen eigens zur Vernetzung intelligenter Einheiten wie z.B. der Kommunikation zwischen Controllern oder PSP-Systemen mit PC-Anwendungen genutzt wird. Die Datenraten betragen optional 30 bps - 10 Mbps, wobei der Standard bei 2,5 Mbps liegt. Die variablen Paketlängen umfassen 1 bis 5507 Datenbytes. Übertragungsmedien sind Zweidrahtleitungen, Lichtwellenleiter oder auch Koax-Kabel.

AS-I (Auktuator-Sensor-Interface)

Hierbei handelt es sich um ein Bussystem für die unterste Automatisierungsebene. Ermöglicht wird der einfache Anschluss von Sensoren, Aktuatoren und integrierten Systemen an die erste Steuerungsebene.

Das ganze funktioniert nach dem Master-Slave-Prinzip und besitzt bis zu 248 binäre Ein- und Ausgänge pro Netz. Analoge E/A ist möglich, ebenso, über den Busanschluss, eine elektronische Einstellung der Adresse. Es handelt sich um eine ungeschirmte 2-Draht-Fachleitung, wobei Informationen und Energie auf einer Leitung fließen. Überdies handelt es sich um eine verpolsichere Anschlusstechnik. Die Leitungslänge umfasst 100m oder aber, mit Repeater, bis zu 300m. Außerdem beinhaltet es eine freie Baumstruktur des Netzes. Die Schutzart besteht bis IP67 und die Zykluszeit beträgt < 5 ms. Außerdem bestehen sowohl eine hohe Störfestigkeit, als auch eine hohe Fehlersicherheit.Seit 1999 ist das AS-i nach DIN EN 50295 bzw. DIN EN 62026-2 international genormt.

AS-International Association e.V.

Hierbei handelt es sich um einen Verein zur Förderung busfähiger Interfaces für binäre Aktuatoren und Sensoren. Gegründet wurde der Verein 1991 als Nutzerorganisation für Hersteller und Anwender der Systemlösung AS-Interface. Langfristig angestrebt wird die weltweite, vollständige Marktdurchdringung mit AS-i-Produkten für die untere Automatisierungsebene.

ASCII (American Standard Code for Information Interchange)

Bezeichnet den amerikanischen Normcode für die Datenübertragung. Dieser findet weltweit Anwendung. Ziffern, Buchstaben, Sonder- und Gerätesteuerzeichen werden hierbei als 7-Bit-Binärkombinationen dargestellt, womit der Standard-ASCII-Zeichensatz 2^ 7, also 128 Zeichen, umfasst. Als sogenanntes Paritätsbit dient ein achtes Bit, welches zur Fehlererkennung bei der Übertragung von ASCII-Dateien beiträgt. Dieses Bit wird, wenn die Anzahl der der "Einsen" in den verbleibenden sieben Bit gerade ist (also bei gerader Paritätsprüfung), auf "0" gesetzt. Ist die Anzahl der "Einsen" hingegen ungerade, wird es auf "1" gesetzt.Auf die Paritätsprüfung verzichtet wird beim erweiterten ASCII-Zeichensatz. Es wird hier das höchstwertige Bit für die Umschaltung vom Standartzeichensatz auf die Erweiterung verwendet. Dies schafft Platz für länderspezifische Sonderzeichen wie z.B. die Umlaute in der deutschen Sprache.

ASI

Siehe hierzu AS-i

Asynchrone Kommunikation

Beschreibt die Kommunikation dort, wo die Uhr des übertragenden Geräts nicht mit der Uhr des empfangenden Geräts synchronisiert ist.

ATM (Asynchronous Transfer Mode; asynchroner Transfermodus)

Es handelt sich um ein paketorientiertes Übertragungsverfahren, mit Hilfe dessen sich Daten und Sprache mit hoher Geschwindigkeit (bis 155 Mbits/s) über ein Netz senden lassen.
 Aktuell wird es erstrangig für Backbone-Lösungen genutzt. Künftig ist jedoch, im Zuge des technischen Fortschritts, auch ein Einsatz bis zum Arbeitsplatz denkbar.

Autocrossing

Automatische Kreuzen der Sende- und Empfangsleitung an Twisted Pair Schnittstellen

Automatica

Bei der Automatica handelt es sich um eine internationale Fachmesse, auf der alle Segmente des Bereiches Robotik und Automation unter einem Dach vereint sind. Auf dem Gelände der Neuen Messe München findet sie seit 1994 im zweijährigen Rhythmus statt. Schwerpunkt der Messe ist die komplette Darstellung der Wertschöpfungskette. Die Messe München und der VDMA-Fachverband Robotik+Automation als ideell-fachlicher Träger der Messe stehen hinter dem industriegetriebenen Konzept der Fachmesse.

Automatisierung (Automation)

Nach dem Brockhaus bezeichnet Automatisierung die Anwendung von technischen Mitteln, mit deren Hilfe ohne Einflussnahme des Menschen Arbeitsmittel teilweise oder ganz nach vorgegebenen Programmen bestimmte Schritte durchführen. Steigerung der Produktivität, Verbesserung der Produktqualität, erhöhte Sicherheit und Zuverlässigkeit, wirtschaftlicher Rohstoff- sowie Energieeinsatz, Umweltschonung, Humanisierung der Arbeit und insbesondere auch das Zustande bringen von Vorgängen, die bei von Hand zu führender Prozessführung auf Grund der dem Menschen innewohnenden Unzulänglichkeiten nicht zu verwirklichen sind, sind allgemeine Automatisierungsziele. Differenziert werden muss zwischen Produktautomatisierung und Anlagenautomatisierung

Automatisierungstechnik (Automation/Automation Technology)

Bezeichnet eine fachgebietsübergreifende Querschnittsdisziplin. Gegenständlich ist die selbsttätige Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung technischer Vorgänge einschließlich aller damit verbundenen Energieprozesse (von der Entwicklung, Planung, Konstruktion, Herstellung, Montage, Inbetriebnahme, Betriebsführung und Wartung bis hin zur Entsorgung von automatisierungstechnischen Geräten und Anlagen). Festzuhalten ist somit, dass zur Branche der Automatisierungstechnik zum einen Hersteller industrieller Komponenten und Geräte und zum anderen Hersteller multipler industrieller Anlagen und Systeme gehören. Aus zwei informationell miteinander gekoppelten Teilsystemen bestehende materiell-technische Systeme sind charakteristisch für die Automatisierungstechnik. Das Automatisierungsobjekt, welches eines der beiden Teilsysteme darstellt, wird gezielt beeinflusst, während das andere Teilsystem, das sogenannte Prozessleitsystem oder auch Steuerungssystem, diese Beeinflussung verwirklicht. Es wird, gerätemäßig, die Gesamtheit aller Einrichtungen, die die zur selbsttätigen Prozessführung erforderliche Informationserfassung, -Übertragung, -Verarbeitung, -Speicherung und -Ausgabe verwirklichen, umfasst. Führungsinformationen, die entweder vom Bedienpersonal erteilt werden oder aber von übergeordneten Automatisierungsebenen zufließen, sowie Informationen aus dem Automatisierungsobjekt, welche sich auf Qualitäts- und Quantitätsmerkmale zu- und abgeführter Stoffe, Energien und Informationen beziehen oder aber die Aussagen über zur Prozessführung wichtige Hilfsgrößen und über den Betriebszustand und die Betriebsfähigkeit der im Automatisierungsobjekt innewohnenden Betriebsmittel typisch sind treffen, sind Eingangsgrößen des Steuerungssystems. Ermöglicht werden durch die Automatisierungstechnik Vorgänge, die bei manueller Prozessführung nicht umsetzbar sind, eine Steigerung der Produktivität, die Verbesserung der Produktqualität, eine optimalere Nutzung vorhandener Ressourcen, die Zunahme der Energieeffizienz, eine höhere Zuverlässigkeit der Produktionsmittel, eine deutliche Steigerung sowohl der Betriebssicherheit als auch der Arbeitssicherheit, die Reduzierung der Umweltbelastungen, eine Lockerung und Humanisierung der Arbeitsprozesse und somit, insgesamt betrachtet, eine Steigerung der Lebensqualität. Das Ziel der Betriebswirtschaft ist es, höchstmögliche Produktionskapazitäten unter Einsetzung von möglichst wenig Personal zu erreichen, wobei den ständig steigenden Qualitätsanforderungen an die Produkte genüge getan werden muss. Dies hat zur Folge dass immer leistungsfähigere und komplexere automatisierte Produktionsstätten entwickelt werden. Eine gewichte Herausforderung an die Ingenieurswelt ist es somit, deren Beherrschbarkeit, Verlässlichkeit und auch angemessene Sicherheit zu garantieren. Die, in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstandene, Regelungstechnik, ist eine der Kerndisziplinen der Automatisierungstechnik. Zu dieser Kerndisziplin gesellen sich bis heute eine Vielfalt artverwandter Disziplinen, weshalb der Begriff Automatisierungstechnik aktuell als Sammelbegriff für die Verbindung modernen Steuerungs- und Regelungstechnik mit einschlägigen Feldern der industriellen Informationstechnik sowie der technischen Informatik und spezifischen Elementen signifikanter Anwendungsgebiete dient.Bei der Automatisierungstechnik handelt es sich um ein, quer durch die ingenieurtechnischen Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau und Chemieingenieurwesen angesiedeltes, interdisziplinäres Fachgebiet. Dies bestätigt auch die Automation 2020. Die sehr breit gefächerten Methoden und technischen Ausprägungen der Automatisierungstechnik unterliegen deshalb einer mit unter sehr rasanten Veränderung und Entwicklung. Von der Automatisierungstechnik umfasst werden soft- und hardwaretechnische Konzepte, Werkzeuge, Methoden, Produkte und Lösungen zur Steuerung und Regelung sowie zum automatisierten (also selbstablaufenden) oder teilautomatisierten Betrieb eines Prozesses nebst Planung, Entwurf und schlussendlich der Umsetzung. Ziele sind hierbei sowohl die Konzeptentwicklung als auch deren Umsetzung mit tatsächlichem Nutzen für alle Beteiligten. Dies beinhaltet die Führung einfacher wie auch die Beherrschung vielschichtiger Prozesse. Die Automatisierungstechnik sorgt somit für die Vervollkommnung von Prozessen nach bestimmten festgelegten Eigenschaften (wie z.B. größtmögliche Ressourcenschonung, geringstmögliche Umweltbeeinträchtigung oder möglichst hohe Produktqualität), den Schutz des Menschen in riskanten, unzugänglichen oder gesundheitsschädigenden Vorgängen, sowie für Unterstützung und Hilfestellung für den Menschen in seinen planerischen und verrichtenden beruflichen Entscheidungs-, Engineering- und Dienstleistungsprozessen sowie bei seinen individuellen Tätigkeiten. Die aktuelle oder aber auch grundsätzliche Zielvorgabe kann hierbei selbstfindend oder durch menschliche Interventionen erfolgen.

BACnet (Building Automation and Control Network)

Beschreibt ein Kommunikationsprotokoll für den Datenaustausch speziell in der Ebene des Managements großer Einrichtungen der Gebäudeautomation. Entwickelt wurde es von der American Society of Heating, Refrigeration and Air Conditioning Engineers (ASHRAE) und als amerikanischer ANSI/ASHRAE-Standard 135-1995 publiziert.

Bandbreite

Die Differenz zwischen der maximalen und der minimalen Frequenz, die über ein Netzwerk übertragen werden kann.

Baudrate (baud rate)

Wird auch als Schrittgeschwindigkeit, Symbolrate oder Symbolgeschwindigkeit bezeichnet. Die Baudrate beschreibt das Maß der Anzahl
der Symbole, die pro Sekunde übertragen werden. Gemessen wird in der Einheit Baud, die nach dem Erfinder des Baudot-Telegrafen, Èmile Baudot, benannt wurde. Die Baudrate entspricht der Bitrate, solange ein Symbol nur durch ein Bit vertreten wird. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bitrate größer als die Baudrate ist, sobald ein Symbol mehrere Bits enthält

BCC (Block Check Character)

Bezeichnet ein Blockprüfzeichen, welches der gesicherten Datenblockübertragung dient.

BCD (Binary Coded Character)

Bedeutet übersetzt Binär kodierte Dezimalzahl. Hierbei wird jede Stelle der Dezimalzahl durch eine vierstellige Dualzahl dargestellt.(Beispiel: Die entsprechende BCD-Kodierung zur Dezimalzahl 109 lautet 0001 0000 1001)

BER (Bit Error Rate)

Bezeichnet die Bitfehlerrate.

Binärsignal (Binary Signal)

Das Informationsparameter dieses Signals kann nur zwei Werte (Low/High, oder 0/1) hervorbringen.

Bitrate (Bit Rate)

Beschreibt die innerhalb einer Zeiteinheit übertragene Bits-Anzahl.

bitseriell (bit-serial)

Gemeint ist, dass die einzelnen Bits eines Zeichens zeitlich hintereinander über eine einzige Leitung transportiert werden.

BNC

Britisch Naval Connector, Bayonet Nut Connector, oder, nach dem Erfinder, Bayonet Neill Concelman. Meint einen BNC-Steckverbinder, bei dem es sich um einen Stecker mit Bajonettverriegelung für ein Koaxialkabel handelt. BNC-Stecker unterscheiden sich von einer Vielzahl anderer Stecker dadurch, dass sie durch eine im Uhrzeigersinn zu erfolgende Drehung um 90° in der Buchse festgestellt werden. Dies Verleiht der Verbindung eine besondere Stabilität und verhindert, dass sie durch eine Zugbelastung gelöst werden kann. Sie sind bis in den Giga-Hertz-Bereich einsetzbar und werden häufig in LANs verwendet.

Bridge

Ein Gerät, das zwei Netze miteinander verbindet und dazu die Schicht 2 des OSI Modells verwendet.

Bridge (Brücke, Koppelelement)

Bezeichnet ein Gerät, dass zwei Netze unter Verwendung der Schicht 2 des OSI-Modells miteinander verbindet.



Broadcast

Eine Kommunikationsmethode, bei der ein Gerät in das Netzwerk überträgt und viele Geräte die Daten lesen ohen eine Rückkopplung zu geben.

Browser (Betrachter, Durchstöberer)

Hierbei handelt es sich um ein Software-Tool für die Suche und das Lesen von Webseiten. Weitverbreitete Browser sind z.B. Internet Explorer, Firefox und Google Chrome.

BUS

(Auch Bidirectional Universal Switch; Sammelleitungssystem). Ein Bus dient der Übertragung von Adressen, Steuerinformationen und Daten nach einem festgelegten Protokoll zwischen verschiedenen Komponenten und Systemen. Es muss zwischen parallelen und seriellen Bussen unterschieden werden.

Parallele Busse besitzen eine Vielzahl paralleler Leitungen, auf denen Daten, Steuerinformationen oder Adressen bitparallel (also zeitgleich) übertragen werden. Benutzt werden sie zum einen als Einsteckbusse (Rückwandbusse, Backplanes) zur Verbindung von Steckbausteinen und zum anderen als Peripheriebusse zur Verbindung von Rechnern mit ihren, sich im Nahbereich befindenden, E/A-Geräten.

Serielle Busse (sogen. Kabelbusse) hingegen übertragen über ein gemeinsames Medium (Koaxialkabel, Funkwellen, Zweidraht- oder Vierdrahtkabel oder Lichtwellenleiter) bitseriell Daten zwischen weiträumig in einer Anlage verteilten Komponenten eines Systems. Hierdurch wird der Verdrahtungsaufwand gegenüber einer herkömmlichen sternförmigen Verkabelung erheblich gesenkt. Als bekannte Beispiele für serielle Busse können AS-i, Arcnet, CAN, ControlNet, DeviceNet, Ethernet, Interbus, LON, Modbus, Profibus, Sercos Interface sowie noch viele andere genannt werden. Derzeit werden in der Automatisierungstechnik noch viele verschiedene untereinander inkompatible Kommunikationssysteme eingesetzt. Festzustellen ist jedoch, dass auch hier zunehmend ethernetbasierte Bussysteme zum Einsatz kommen.

Welcher Netzwerktyp ausgewählt wird, richtet sich in der Regel zum Einen nach dem Lieferanten der in der Anlage eingesetzten Steuerungstechnik, der geografischen Region, den besonderen funktionalen Anforderungen in Bezug auf Geschwindigkeit und Netzwerkausdehnung aber auch der Verfügbarkeit geeigneter Feldgeräte.

Byte (Maßeinheit für 8 bit, d.h. 8 bit 0 1 Byte)

Ein Byte wird für die Charakterisierung von Speicherkapazitäten und Informationsmengen genutzt. Die bekannten SI-Vorsätze zur Basis 2 oder zur Basis 10 bringen Vielfache von ihnen zum Ausdruck.

CAN (Controller Area Network)

Hierbei handelt es sich um ein serielles Multi-Master-Bussystem, welches der Vernetzung von Sensoren, Aktoren und Steuergeräten dient.

Aufgebaut ist es nach ISO 11898. Das Bus-Medium ist ein verdrilltes Leiterpaar. Die Datenübertragungsmenge steht in Abhängigkeit zur Kabellänge. Bei einer Kabellänge bis 40m beträgt sie 1 Mbit/s, bis 130m 500 kbit/s usw. Bei einer Kabellänge von 1km beläuft sich die Datenübertragungsmenge auf bis zu 50 kbit/s.

Die maximale Anzahl der Teilnehmer ist theoretisch unbegrenzt, beträgt pro Einzelbus jedoch praktisch bis zu 120 Knoten. Überdies ist CAN echtzeitfähig, was bedeutet, dass es festgelegte maximale Wartezeiten für Nachrichten mit hoher Priorität gibt. Außerdem wird durch Fehlererkennung, -behandlung und -eingrenzung eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet. Die Hemming-Distanz beträgt 6. Anwendungsgebiete für CAN sind die Medizintechnik, die Automobiltechnik und die Automatisierungstechnik.

CANopen

ist ein auf CAN basierendes Kommunikationsprotokoll, welches hauptsächlich in der Automatisierungstechnik und zur Vernetzung innerhalb komplexer Geräte verwendet wird. Das Hauptverbreitungsgebiet von CANopen ist Europa. Jedoch steigen sowohl in Nordamerika als auch in Asien die Nutzerzahlen. Betreut wird CANopen von der Organisation CAN in Automation (CiA).

CBA (Component Based Automation)

Es handelt sich hierbei um eine komponentenbasierte Automatisierung.

CC-Link (Control & Communication Link)

CC-Link bezeichnet ein Feldbussystem, durch das eine Hochgeschwindigkeitskommunikation von bis zu 10 Mbps zwischen Feldgeräten ermöglicht wird.Genutzt wird es überwiegend im japanischen und asiatischen Raum.

CIA

(Confidentially, Integrity, Availability; Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit)
Auch bekannt als CIA-Dreieck. Es handelt sich hierbei um bekannte Ziele der Datensicherheit, deren Bedeutungen auch im Industriealltag auf Grund der Tatsache dass immer mehr Maschinen über Funk oder Datennetze Informationen austauschen (M2M-Kommunikation) immer gravierender werden.

Vertraulichkeit meint hier, dass Informationen nur für die Person zugänglich sein dürfen, für die sie auch bestimmt sind. Integrität besagt, dass keine unauthorisierten Veränderungen an den Informationen auf ihrem Transportweg vorgenommen werden dürfen. Unter Verfügbarkeit wird verstanden, dass die Informationen zu den Zeiten und an den Orten authorisierten Personen zugänglich sein müssen, zu denen und an denen sie gebraucht werden. Das bedeutet, dass entsprechende Dienste nicht eingeschränkt oder gar blockiert werden können.

CiA

Can in automation (CiA) ist eine 1992 gegründete Nutzerorganisation die das Ziel verfolgt die CANopen Technologie zu verbreiten und zu fördern. Ursprünglich wurde das Bussystem von Bosch für die Vernetzung von Steuergeräten in Fahrzeugen konzipiert.Das asynchrone, serielle Bussystem CAN wurde 1987 zusammen mit Intel entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute wird CAN (CANopen) auch in der industriellen Automation eingesetzt.

Client (Kunde/Dienstnutzer)

Es handelt sich hierbei um ein Computerprogramm oder eine an ein Netz angeschlossene Arbeitsstation (z.B. ein PC), durch die Dienste eines Servers in Anspruch genommen werden. Anfragen des Nutzers werden durch den Client in einem speziellen Protokoll an den Server gesendet. Dessen Antworten nimmt der Client wieder entgegen um sie dann, in einer für den Benutzer lesbaren Form, auf dem Screen darzustellen.

Client-Server-Netzwerk (Client-Server-Network)

Ein Netzwerk das auf der Interaktion eines Anbieters mit einem Nutzer basiert. Die Aufgaben sind hier klar aufgeteilt. Das Anbieten von Diensten findet über die Server statt, während die Inanspruchnahme dieser Dienste dann über die Clients erfolgt.

CLPA (CC-Link Partner Association)

Es handelt sich hierbei um eine Gesellschaft der CC-Link-Partner, die im Jahre 2000 als gemeinnütziger Verein zur Verbindung der CC-Link-Technology gegründet wurde.

CLR (Common Language Runtime)

Bezeichnet ein zu .NET gehörendes Laufzeitsystem. Es handelt sich hierbei um ein einheitliches System für unterschiedliche Programmierersprachen.

Compiler

Es handelt sich hierbei um ein Übersetzungsprogramm für Quelldateien. Der Text einer Quellsprache wird durch das Generieren der Quelldatei auf eine auf einem bestimmten Prozessor laufende Binärdatei in den Text einer Zielsprache übersetzt. Hierbei arbeitet ein Compiler in mehreren Durchgängen, in denen lexikalische, syntaktische und semantische Analysen durchgeführt werden. Schließlich wird dann über eine Zwischenkode-Erzeugung und -Optimierung der Maschinenkode generiert. Die Benennung der Compiler findet oft nach der von ihnen verarbeitenden Quellsprache und der Maschine, in deren Maschinensprache sie übersetzen, statt.

Consumer

Empfänger einer Nachricht oder eines Signals.

ControlNet

Hierbei handelt es sich um ein zeitsynchrones Netzwerk für die Zellenebene.Es ermöglicht sowohl die zyklische IO-Datenübertragung, als auch die azyklische Datenkommunikation für Konfiguration. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 5 Mbit/s. Die Anzahl der sich im Netz befindenden Stationen ist auf maximal 99 festgelegt. Ohne Repeater ist eine Netzausdehnung auf 1 km möglich, mit Repeater sogar auf 25 km.
 Genutzt wird ein RG-6-Koaxialkabel mit BNC-Steckverbinder. Seit 2008 wird ControlNet von ODVA betreut.

CRC

Cyclic Redundancy Check ist ein Algorythmus zur Fehlererkennung innerhalb von Protokollen.

CSMA

Carrier Sense Multibel Access ist ein Netzzugriffsverfahren bei dem jeder Netzteilnehmer prüft ob er senden kann oder nicht.

Data Link Layer

(Sicherungsschicht/Verbindungssicherungsschicht/Datensicherungsschicht)
Es handelt sich hierbei um die Schicht 2 im OSI-Referenzmodell. Aufgabe dieser Schicht ist zum einen die Gewährleistung einer weitgehend fehlerfreien Datenübertragung und zum anderen die Regelung des Zugriffs auf das Übertragungsmedium. Die zu versendenden Datenpakete werden in Frames (Rahmen), gemeint sind damit logisch strukturierte Datenpakete, konvertiert und versendet. Bezüglich der verschickten Frames wird jeweils die empfangsseitige Bestätigung abgewartet. Im LAN-Bereich ist in dieser Schicht ist außerdem das Zugriffsverfahren (CSMA/CD, Token-Passing) untergebracht.

Daten (Data)

Daten sind Zeichen oder kontinuierliche Funktionen, welche zum Zweck der Verarbeitung Informationen aufgrund bekannter und unterstellter Abmachungen wiedergeben.

Debugger

Hierbei handelt es sich um ein Programm zum Aufspüren und Beseitigen von Software-Fehlern.

Determinismus/ Determinstisches System

Ist ein System in dem alle Prozesse nach festen Regeln ablaufen und das dadurch vorhersagbar wird.

Device Description (DD)

ist eine Gerätebeschreibung die dem Hostsystem bereitgestellt wir, so dass der Host die Bedeutung der von den Feldbusgeräten gelieferten Daten verstehen kann.

Device Type Manager (DTM)

Ein Device Tape Manager (DTM) ist eine aktive Softwarekomponente, die einen Zugriff für die Konfiguration eines Feldgeräts bietet.

DeviceNet

DeviceNet ist ein auf CAN basierender Feldbus, der hauptsächlich in der Automatisierungstechnik verwendet wird. DeviceNet wird als offener Standard von der ODVA (Open DeviceNet Vendor Association) betreut. DeviceNet ist hauptsächlich in den USA und auch in Asien verbreitet .

DHCP

Dynamic Host Configuration Protokoll ist ein Verfahren um dynamisch IP Adressen an Netzteilnehmer zu vergeben.

Digital-Analog-Wandler (Digital-to-Analog Converter)

Beschreibt eine Funktionseinheit, durch die ein digitales Signal in ein analoges Signal umgesetzt wird.

Digitales Signal (Digital Signal)

Ihm wohnen mehrere Informationsparameter (z.B. 8, 16, 32 oder 64) inne. Diese werden Seriensignalen zeitlich parallel bereitgestellt. Es ist möglich mit einem n-parametrigen digitalen Signal X=2^n-stellige Informationseinheiten (Worte) darzustellen. Mit einem 8-bit-Wort 2^n ergibt dies somit 256 unterschiedliche Zeichen. Die erzielbare hohe Abbildungsgenauigkeit, die problemlose Langzeitspeicherbarkeit und die Möglichkeit, viele Größen miteinander nach komplizierten Vorschriften verknüpfen zu können, zeigen deutlich die Vorteile der digitalen Signalen auf und erklären somit auch den starken Trend zur Digitaltechnik den die Automatisierungstechnik in allen Bereichen erlebt.

DLL

Speziellen Programmiersprache (Device Description Language).

DNS (Domain Name System bzw Server)

Dieses System ordnet jedem Rechner im Internet einen hierarchisch aufgebauten Namen zu, mit Hilfe dessen er dann eindeutig identifiziert werden kann. Domain Namen werden in IP-Nummern oder IP-Adressen übersetzt. Diese Kennzeichnen einen Computer eindeutig im Internet.

DP (Decentral Periphery)

DP ist eine Profibus-Anwenderschnittstelle, die der Schicht 7 im OSI-Referenzmodell entspricht.

DPM (Dual Port Memory)

Es handelt sich hierbei um einen elektronischen Speicher, auf den ein Zugriff von zwei Seiten möglich ist.

DPR (Dual-Port-RAM)

Hierbei handelt es sich um ein RAM, bei dem über zwei Eingänge ein Zugriff auf die eingespeicherten Daten möglich ist. Ermöglicht wird hierdurch u.a. die schnelle Verknüpfung zweier unterschiedlicher Vorgänge. Details zu DPR finden Sie bei unseren KUNBUS-COM Produkten.

Echtzeit

Bedeutet, dass innerhalb eines Systems auf ein Ereignis innerhalb einer bestimmten Zeit reagiert werden muss. Auftretende Verzögerungszeiten dürfen keinen negativen Einfluß auf das System haben.

Echtzeit-Ethernet (Real-Time Ethernet)

Es handelt sich hierbei um eine, den in den Industrieanlagen erforderlichen Echtzeitanforderungen
entsprechende und den Umgebungsbedingungen angepasste, Version des Ethernets.

Echtzeitsystem (Real-time System)

Hierbei handelt es sich um ein System, dass auf ein äußeres Ereignis binnen einer vorgegebenen Zeitspanne definiert antwortet. Nicht unbedingt im Vordergrund steht hier die Schnelligkeit. Vielmehr richtet sich die erforderliche Reaktionsgeschwindigkeit nach dem Umfeld bzw. dem Partnerobjekt, mit dem das System in einer konkreten Anwendung zusammenarbeitet. Reaktionsgeschwindigkeiten im Mikrosekundenbereich sind z.B. für schnelle digitale Regelungen erforderlich. Für Automatisierungslösungen mit speicherprogrammierbaren Steuerungen genügen Reaktionszeichen im Millisekundenbereich. Langsame Systeme in der Prozessindustrie wie beispielsweise Temperaturreglungen genügen sogar Reaktionszeiten im Sekunden oder Minutenbereich.

Im Rahmen der Einhaltung des Zeitlimits ist eine Unterscheidung zwischen harten und weichen Echtzeitanforderungen erforderlich. Von einer harten Echtzeitforderung ist dann zu sprechen, wenn alle erforderlichen Systemantworten auf eine äußere Anregung innerhalb einer fest vorgegebenen Zeitspanne unter jedweden Bedingungen absolut zuverlässig eintreffen müssen, weil sonst mit erheblichem Schaden zu rechnen ist. Eine weiche Echtzeitforderung besteht hingegen dann, wenn bei der Überschreitung des vorgegebenen Zeitlimits ein gewisser Toleranzbereich herrscht, weil in diesem Fall keine gravierenden Folgen befürchtet werden müssen. Die Echtzeitfähigkeit des Systems selbst, ist von einer großen Anzahl von Einflussgrößen abhängig. Gerade in der Automatisierungstechnik spielen Signallaufzeiten, Jitter, Latenzzeiten, Synchronitätserfordernisse, Zykluszeiten und der zu bewältigende Datendurchsatz eine erhebliche Rolle.

Ecma International

Hierbei handelt es sich um eine internationale Normungsorganisation für Informations- und Kommunikationstechnik die überdies auch für den Consumer-Bereich zuständig ist. Ihre Zielsetzung ist die weitgehende Gewährleistung der Kompatibilität der Hard- und Software verschiedener Hersteller. Die Organisation ging 1994 aus der ECMA (European Computer Manufacturers Association) hervor.

EDDL (Electronic Device Description Language)

Es handelt sich vorliegend um eine Gerätebeschreibungssprache, die von IEC und CENELEC genormt ist und zur Beschreibung von Feldgeräten betreffend ihrer automatisierungstechnischen Eigenschaften und Funktionen dient. Ihre Interpretation findet über ein Host System statt.

Elektromagnetische Verträglichkeit, EMV

(electromagnetic campatibilitiy, EMC)
Gemeint ist die Fähigkeit eines Betriebsmittels, in seiner elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu arbeiten. Hierbei darf das Betriebsmittel jedoch auch selbst keine elektromagnetischen Störungen verursachen, die in ihrer Wirkung für andere im selben Umfeld arbeitende Betriebsmittel inakzeptabel wären.

Die EMV ist, erforderlicherweise, zu einem gesetzlich geregelten Schutzanliegen geworden, was daran liegt, dass die heute (im Zuge der immer weiter fortschreitenden Entwicklung und Verwendung von elektrotechnischen Produkten) von ihnen verlangte Fähigkeit ein wichtiges technisches und wirtschaftliches Problem darstellt. Die EMV ist trotz ihrer Komplexität ein einzelnes Attribut, welches u.a. im Zug der Planung, Entwicklung und Herstellung von Vertriebsmitteln zunächst vereinbart und dann zielgerichtet zu realisieren und am fertigen Produkt nachzuweisen und zu pflegen ist.

Embedded PC

Hierbei handelt es sich um einen eingebauten, eingebetteten Personal Computer. Es ist ein modular aufgebauter, sehr kompakter Industrie-PC, dessen Unterbringung auf Hutschienen oder in Schaltschränken möglich ist. In ihm enthalten sind lediglich die Komponenten, die die für eine spezielle Anwendung unmittelbar benötigt werden. Gemeint sind damit CPU mit Netzteil, das Embedded-PC-Betriebssystem, Systemschnittstellen, Feldbusschnittstellen und die Busklemme, wo hingegen Monitor und Bediengeräte aller Regel nach nicht vorhanden sind.

Embedded Systems

Gemeint sind Systeme mit eingebetteten Computerfunktionen. Unter dem Begriff embedded chips, embedded microprocessors, embedded controller oder auch embedded logic oder embedded devices wird die Vielzahl der Computerapplikationen zusammengefasst, die man nicht in die herkömmliche Datenverarbeitung einschließlich der PC-Technik, wie sie beispielsweise in Telekommunikationsanlagen, Zugangskontrollsystemen, Busbaugruppen, intelligenten Sensoren und Aktuatoren sowie zahlreichen Gerätesteuerungen und anderen Anwendungen zu finden sind, einordnen kann. Es handelt sich hierbei um eine meistens mikrocontrollerbasierte Steuerungs-Hardware, welche für die Lösung eines spezifischen Problems vorgesehen ist. Sie verfügt über aufgabenspezifische Ein-/Ausgabeeinheiten. Die Software, mit der sie arbeitet, ist als Firmware in einem Festspeicher hinterlegt. Ihre Rechenleistung liegt in den meisten Fällen weit unter der eines PCs.

Encoder

Es handelt sich hierbei um einen Drehgeber, Kodierer oder auch Verschlüssler. In der Informationstechnik versteht man unter einem Encoder ein hardware- oder softwarebasiertes System (Programm), welches zur Konvertierung von Daten genutzt wird um dadurch z.B. eine bestimmte Informationsmenge schneller über einen langsamen Transportweg zu bringen oder auch um weniger Speicherplatz zum Abspeichern von Daten zu benötigen. Die Datenmenge wird in beiden Fällen reduziert (komprimiert), ohne dass jedoch der Informationsgehalt verringert wird. Um das ursprüngliche Datenformat wieder herzustellen, ist nach dem Auslesen der Daten der umgekehrte Vorgang (also das Dekomprimieren) erforderlich. Dies geschieht mit Hilfe eine Decoders (Entschlüsslers).

In der Industrieautomation versteht man unter einem Encoder einen Drehgeber (Winkelkodierer, Winkelgeber, Winkelsensor) oder auch einen linearen Weggeber. Hierbei handelt es sich um elektromechanische Präzisionsgeräte, durch welche eingangsseitig analoge Weg- und Winkelwerte in elektrische digitale Ausgangssignale umgesetzt werden.

EPSG

Steht für Ethernet Powerlink Standardization Group. Die EPSG ist die Nutzerorganisation für Powerlink und fördert den Einsatz sowie die technische Weiterentwicklung und Normierung.

ETG (EtherCAT Technology Group)

Die ETG ist eine Vereinigung von Endanwendern aus verschiedenen Branchen, Maschinenherstellern und Anbietern von Steuerungstechnik, die der Förderung und Unterstützung der EtherCAT-Technologie dient.

EtherCAT

EtherCAT ist ein Ethernet basierter Feldbus. Das offene Protokoll eignet sich für harte wie weiche Echtzeitanforderungen in der Automatisierungstechnik. Die Schwerpunkte der Entwicklung lagen auf extrem kurzen Zykluszeiten (≤ 100 µs), niedrigem Jitter für exakte Synchronisierung (≤ 1 µs) und niedrigen Hardwarekosten.

Ethernet POWERLINK

Es handelt sich um eine Protokollerweiterung zum Ethernet-Standard nach IEEE 802.3, um Echtzeitdaten im Mikrosekundenbereich zu übertragen. Der Hauptanwendungszweck ist die Übertragung von Prozessdaten in der Automatisierungstechnik.

EtherNet/IP (Ethernet Industrial Protocol)

Bei Ethernet/IP handelt es sich um den offenen Standard für industrielle Netzwerke. Durch ihn werden die zyklische und die azyklische Nachrichtenübertragung unterstützt. Er arbeitet mit Hilfe von standardmäßigen Ethernet-Kommunikationschips und physikalischen Medien. SPS, Robotersteuerungen, HMI-Systeme und E/A-Adapter gehören zu der Automatisierungsgerätetechnik, die typischerweise über Ethernet/IP-Netzwerke kommunizieren.

Ethernet

Netzwerkprotokolle, die üblicherweise verwendet werden, um PCs zu verbinden. Wird auch zunehmend im Feldbusbereich eingesetzt, hat aber noch Schwächen bei Realtimeanwendungen.

Fabrikautomation (Factory Automation)

Es handelt sich um ein, den Nutzerbereichen Automobilindustrie, Elektroindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Montage/Robotik, Transport-, Lager- und Fördertechnik zugeordnetes, Automations-Marktsegment. Die Prozesskette der automatisierten Fertigung und die dazu erforderlichen Techniken (wie Montage und Handhabungstechnik, Robotik, Bildverarbeitung, Identsysteme, Sensorik und Aktuatorik, Antriebstechnik, Steuerungstechnik, zugehörige Software, Hydraulik und Pneumatik, sowie einschlägige Sicherheitssysteme) stehen dabei klar im Mittelpunkt.

Fast Ethernet

Eine Bezeichnung für Ethernet mit 100Mbit/sec.

FDDI (Fiber Distributed Data Interface)

Bezeichnet den Standard für die Datenübertragung auf Lichtwellenleiterbasis für Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und auf Entfernungen von bis zu 200 km.

FDI (Field Device Integration)

Es handelt sich hierbei um eine Feldgeräteintegration. Ein 2007 gestartetes FDI-Projekt hat sich zum Ziel gemacht, bestehende Defizite der bekannten Integrationsmethoden EDDL und FDT-DTM zu beseitigen, sowie eine einheitliche Geräteintegrationslösung für alle Feldgeräte, Leitsysteme und Protokolle für die Prozessindustrien zu schaffen.

FDT (Field Device Tool)

Gemeint ist hiermit die vom ZVEI und der PNO erstellte und in der DIN EN 62453-306 verankerte Schnittstellenspezifikation, welcher der Erleichterung der Intergration von Mess- und Automatisierungsgeräten in die Leitsysteme von Prozess- und Anlagensteuerungen dient. Spezifiziert wird eine offene Schnittstelle zur Einbindung von Software-Komponenten in Prozessleitsysteme oder Standalone Komponenten.

Besonders an dieser Technik ist die Funktionsfähigkeit, die unabhängig vom eingesetzten Kommunikationsprotokoll und der jeweiligen Software-Umgebung sowohl des Gerätes als auch des Leitersystems gegeben ist. Somit ist der Anschluss eines Geräts an das Leitsystem nicht mehr schwieriger wie das Anstecken eines Druckers an einen PC.

Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass die Gerätehersteller neben Bereitstellung des Geräts auch einen sogenannten Device Type Managers (DTM), der alle gerätespezifischen Daten und Funktionen in sich kapselt, zur Verfügung stellen müssen.

Fehlerrate/Fehlerhäufigkeit (Error Rate)

Sie dient als Maß für die Übertragungsqualität digitaler Signale. Bestimmt wird hierbei das Verhältnis von der Anzahl der fehlerhaft übertragenen Informationseinheiten zur Gesamtzahl der übertragenden Informationseinheiten. Es ist, je nach zugrundeliegender Informationseinheit (Bit, Byte oder Block), zwischen Bit-Fehlerrate, Byte-Fehlerrate und Blockfehlerrate zu unterscheiden.

Feldbus (Fieldbus)

Ein Feldbus ist eine Methode, die digitale Kommunikationen zwischen Feldgeräten wie Steuerungen, Aktoren und Sensoren zu realisieren. Zum einen ist eine möglichst echtzeitnahe (also schnelle) Übertragung erforderlich, zum anderen muss auch eine bestimmte minimale und maximale Antwortzeit gewährleistet sein. Überdies müssen Feldbusse sowohl einfach montierbar, konfigurierbar und wartbei sein als auch den industriellen Umgebungsbedingungen standhalten. Serielle Feldbusse ersetzen in modernen Automatisierungssystemen immer mehr die klassische parallele Feldverkabelung. Grund hierfür ist, dass die serielle Vernetzung der Komponenten bei der Planung und Installation Zeiten spart und die Schaltschrankausmaße reduziert und Ausfall- und Wartungszeiten verkürzt werden, wodurch wiederum eine bessere Anlagenverfügbarkeit erzielt wird. Auch Systemerweiterungen, -ergänzungen und -änderungen sind leicht umzusetzen. Aktuell gibt es ungefähr 50 unterschiedliche Feldbussysteme, welche sich hinsichtlich ihrer technischen Funktionen und den sich daraus ergebenden Einsatzgebieten und Anwendungshäufigkeiten maßgeblich voneinander unterscheiden. Feldbusprotokolle sind Profibus, DeviceNet, CANopen und CC-Link.

Feldebene (Field Level)

Hierbei handelt es sich um die unterste Ebene der Automatisierungshierarchie. Hier befindet sich die Geräte-, Maschinen- und Anlagentechnik, in welcher automatisch geführte Produktionsprozesse ablaufen. Für die Prozessführung und -überwachung ausschlaggebende Informationen wie Maschinen- und Aggregatzustände, Prozessparameter, Analyse- und Alarmdaten werden darin durch Sensoren erfasst und in der Feldebene selbst mittels maschinenintegrierter Steuer- und Regelgeräte oder in übergeordneten Ebenen zu Schalt- und Satelliteninformationen verarbeitet. Diese werden sodann über Aktuatoren zur zielorientierten Beeinflussung der im Produktionsgeschehen beteiligten Materie-, Stoff- und Energieströme genutzt. Die Feldgeräte kommunizieren untereinander über Feldbusse.

Fernwirktechnik (Telecontrol)

Die Aufgabe von fernwirktechnischen Systemen ist es, in geografisch weit verzweigten Anlagen steuerungs-, leit- und überwachungstechnische Funktionen zu realisieren. Außerdem sollen sie gewährleisten, dass die Befugten jederzeit den interaktiven Zugriff auf alle aktuellen Prozessdaten über definierte Informationskanäle haben. Als entscheidende Aspekte stehen dabei IT-Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Die internationale Norm IEC 60870-5-101 ist der offizielle Kommunikationsstandard, wobei daneben heute auch noch firmenspezifische Protokolle zum Einsatz kommen. Für den notwendigen Informations- und Datenaustausch genutzt werden das Telefon-Festnetz, GSM-Netze und das Internet.

Firmware

Hierbei handelt es sich um gewissermaßen "feste" Software. Gemeint sind Programme, die in Nur-Lese-Speichern fest eingebrannt sind.

Es handelt sich um Programme für den Betrieb von computergesteuerten Geräten, welche im Allgemeinen während der Gerätelebensdauer oder zumindest über einen längeren Zeitraum konstant bleiben, wie Betriebssysteme für CPU und Applikationsprogramme für Industrie-PC und speicherprogrammierbare Steuerungen (z.B. die Software in einer Waschmaschinensteuerung). Firmware ist traditionell in einem Festwertspeicher (ROM, PROM, EPROM) hinterlegt und ist nicht ohne weiteres änder- oder austauschbar. Eine Ablegung in einem EEPROM oder Flash-Memory macht sie für eine Aktualisierung oder Nachrüstung neuer Funktionen leicht zugänglich.

Foundation Fieldbus

Ein Foundation Fieldbus ist ein flexibel einsetzbarer Feldbus für die Prozessautomation. Die Spezifikation fördert sowohl die bidirektionale Datenübertragung zwischen Leitstation, Bedien- und Feldgeräten als auch den Einsatz im Ex-Bereich.

FPGA (Field Programmable Gate Array)

Hierbei handelt es sich um eine im Einsatzfeldumfeld programmierbare (d.h. vom Anwender konfigurierbare) Anordnung von Logikgattern, also einem digitalen Schaltkreis, der aus einzelnen, in einer regelmäßigen Struktur (Array) angeordneten Funktionsblöcken und einem Netzwerk von Verbindungen zwischen diesen Blöcken besteht. Die Auswahl der zu einer gewünschten logischen Schaltstruktur (von einfachen Synchronzählern bis hin zum Mikroprozessor) benötigten Verbindungen sowie die speziellen Funktionen der einzelnen Blöcke sind programmierbar. Das zu den FGPA analoge Gegenstück sind die FPAA.

Frame

Datenpaket bestehend aus Header, Daten und Prüfsumme.

Framegrabber

Übersetzt bedeutet Framegrabber sinngemäß "Bilderfasser". Gemeint ist hiermit eine Hardware-Computerkomponente (Videokarte), die mit Hilfe einer Spezialsoftware analoge Videosignale in digital weiterverarbeitbare Bilddaten umsetzt.

Frequenzumrichter

(Frequency Inverter / Frequency Converter / Frequency Changer)
Hierbei handelt es sich um Betriebsmittel auf Basis leistungselektronischer Halbleiterbauelemente, die im Schaltbetrieb, also nur im Durchlasszustand oder im Sperrzustand arbeiten.

Speziell in drehzahlstellbaren Drehstromantriebssystemen ist es ihre Aufgabe, aus einer ein- oder dreiphasigen Netz-Wechselspannung konstanter Frequenz und Amplitude, eine in der Regel dreiphasige Spannung veränderlicher Frequenz und Spannungsamplitude zur Speisung eines Drehstrommotors (Synchron- oder Asynchronmotor) zu erzeugen.

Hierbei ist ein weitestgehend sinusförmiger Zeitverlauf der vom Umrichter gelieferten Spannungen und Ströme wichtig, weil Strom-Oberschwingungen zu stärkerer Erwärmung des Motors und erhöhter Geräuschbildung führen und Spannungs-Oberschwingungen andere parallel arbeitende Verbraucher störend belasten.

Ansonsten genügt das Antriebsverhalten umrichtergespeister Drehstrommotoren höchsten Ansprüchen. Möglich ist zudem die Integration von Sicherheitsfunktionen direkt in die Umrichter, was viele Vorteile bietet.

Heute werden Frequenzumrichter in einem Leistungsbereich von wenigen Watt bis zu 100 MW im Mittelspannungsbereich gebaut. Umrichter kleinerer Leistung (im kW-Bereich) sind häufig direkt auf den Motor montiert, während sehr kompakte Umrichterbauformen die Flüssigkeitskühlung erlauben. Dennoch ist die Grundstruktur der Umrichter in allen Fällen sehr ähnlich. In den meisten Fällen bestehen sie aus einem Netzgleichrichter, der die Ein- oder Dreiphasenspannung des Netzes in eine meist konstante Gleichspannung umwandelt, einem Gleichspannungs-Zwischenkreis mit einem größeren Kondensator, um die Spannung zu glätten und einem Wechselrichter, welcher die Gleichspannung des Zwischenkreises in eine frequenzveränderliche dreiphasige Ausgangsspannung umsetzt. Das Versorgungsnetz und andere parallel arbeitende Verbraucher können dabei, technologisch bedingt, mit leitungsgebundenen und auch feldgebundenen Störgrößen belastet werden. Wesentliche Gegenmaßnahmen stellen hier der Einsatz von Netzentstörfiltern gegen Stromoberwellen, Funkentstörfiltern gegen leitungsgebundene HF-Störgrößen im Frequenzbereich bis 30 MHz, die Unterbringung des Umrichters in einem metallischen Schaltschrank und geschirmte Motorleitungen mit HF-gerecht beidseitig aufgelegtem Kabelschirm zum Schutz der Umgebung vor Störabstrahlungen dar.

FTP (File Transfer Protocol)

Es handelt sich hierbei um ein Datei-Transfer-Protokoll oder auch Datenübertragungsverfahren, also klaren Regeln, nach denen Daten von einem Computer über ein Netzwerk zu einem anderen Computer übertragen werden und ist eines der meist genutzten Protokolle im Internet.Als Quasi-Standard für die Übertragung von Daten über Ethernet-Netzwerke durchgesetzt hat sich TCP/IP, weshalb es auch Basis des Protokolls ist. FTP ist im RFC 959 im offiziellen Regelwerk für die Internetkommunikation definiert.

Funktionale Sicherheit (Functional Safety)

Ganz allgemein versteht man hierunter die Sicherheit vor einer Gefährdung, deren Ursache in der fehlerhaften Funktion einer Einrichtung liegt.

Auf sicherheitstechnisch mittels sicherheitsbezogener Systeme überwachte Objekte bezogen, versteht man unter funktionaler Sicherheit nach IEC 61508 den Teil der Gesamtsicherheit (bezogen auf das Steuerungsobjekt (EUC) und dessen Leitung bzw. Steuerungssystem), der von der fehlerfreien Funktion des E/E/PE-sicherheitsbezogenen Systems, Sicherheitssystemen anderer Technologie und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt. Erreicht wird sie im Zuge der Planung, Projektierung, des Betriebs und der Wartung von Systemen durch das Vermeiden bzw. Beherrschen von möglichen Fehlern sowie das Vermeiden gefährlicher Systemausfälle.

Definitionsgemäß besteht funktionale Sicherheit dann, wenn die Sicherheitsfunktion durch das angewendete sicherheitsbezogene System anforderungsgerecht umgesetzt wird, was genauer bedeutet, dass ihre Ausfallwahrscheinlichkeit einem anforderungsgerechten SIL-Wert entsprechen muss.

Erfolgt die Realisierung der erforderlichen Sicherheitsfunktion durch ein E/E/PE-System, ist dessen EMV-Störfestigkeit von wesentlicher Bedeutung.

Gateway (Netzübergang)

Ein Gateway bietet Kommunikationsfähigkeit zwischen Feldbussen verschiedener Protokolle.

Gigabit Ethernet

Hierbei handelt es sich um eine Ethernet-Technologie, die Übertragungsraten von 1 Gbps bzw. 10 Gbps erreicht.

GST (Gebäudesystemtechnik, Building Syszems Technology)

GST bezeichnet die Gesamtheit aller Techniken, die für den Betrieb bzw. die Nutzung eines oder mehrerer Gebäude relevanten Funktionen (Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Energieverteilung, Beleuchtung, Brandüberwachung, Einbruchmeldung, Zugangskontrolle, Videoüberwachung usw.) verwirklicht.

Halbduplex

Bedeutet, dass ein Gerät wahlweise senden oder empfangen kann.

Header

Teil eines Ethernet-Frames, der vor den eigentlichen Daten plaziert wird und Adresse, Paketnummer und weitere Informationen enthält.

Host

Ein Computer, in dem die Kommunikationshardware und -software installiert ist und den Anschluss ans Netzwerk erlaubt.

Hot Swap (Heißes Wechseln)

Gemeint ist hiermit das Wechseln von Rechnerkomponenten während des laufenden Betriebs.

Unterschieden werden drei unterschiedliche Stufen: Das Basic Hot Swap, das Full Hot Swap und das High Avaibility Modell. Das Basic Hot Swap ist die einfachste Form des "heißen Wechselns". Hierbei muss die zu wechselnde Baugruppe zunächst über die Tastatur deaktiviert werden bzw. die Rechnerkonfiguration angepasst werden. In aller Regel benötigt man hierzu Computerspezialisten.

Beim Full Hot Swap hingegen wird die Aktivierung bzw. Deaktivierung von einer auf der zu ziehenden oder zu steckenden Komponente installierten Software übernommen. Der Beginn des Aushebe- oder das Ende des Einhebevorgangs wird dem Rechner über einen integrierten Schalter an der Frontseite der Steckeinheit signalisiert.
Im Gegenzug wird mittels einer LED an der Frontseite angezeigt, dass der Aushebevorgang gestartet werden kann bzw. die eingesetzte Baugruppe eingegliedert ist.

Das High Availability Modell findet in hochverfügbaren Computersystemen
Anwendung. Die Hot-Swap-Softwaresteuerung erfolgt hier zentral über einen separaten Hot Swap Controller (HSC), wodurch ausgefallene Boards automatisch deaktiviert und rechnerabstürze vermieden werden können.

HTML (Hyper Text Markup Language)

Es handelt sich hierbei um eine Programmiersprache mit Hypertextmarken, in der die meisten Web-Seiten geschrieben sind und die auf der SGML-Definition beruht.

HTTP 
(Hyertext Transfer Protocol)

HTTP bezeichnet ein Datenübertragungsprotokoll für die Übertragung von HTML-Seiten und den daran gekoppelten Dateien jeder Art.
Auf diesem Protokoll beruht das gesamte WWW was bedeutet, dass es das Zusammenspiel zwischen Web-Browser und Web-Server regelt. Jeder Mausklick auf einen Hyperlink aktiviert dieses Protokoll das dann dafür sorgt, dass dem Browser die jeweils nächste gewünschte Information zur Verfügung gestellt wird.


HUB

Hierbei handelt es sich um ein zentrales Verbindungsgerät in einem Netz mit sternförmiger Topologie, welches ankommende Datenpakete an alle angeschlossenen Endgeräte verteilt. Einlaufende Signale werden dabei regeneriert.

Hutschiene (DIN Rail/Top-Hat Rail)

Es handelt sich hierbei um eine Tragschiene und ein Konstruktionselement nach DIN EN 50022 für die einfache Montage von Modulen. Sie besitzen eine mechanische Trägerfunktion, werden aber sehr häufig auch als PE-Sammelschiene benutzt.

Hyperlink

Es handelt sich hierbei um eine per Mausklick aktivierbare Verbindung zu einer anderen Web-Seite oder auch zu einem anderen Element in einem HTML-Dokument.

IAONA (Industrial Automation Open Networking Alliance)

Bei der IAONA handelt es sich um ein ehemaliges,1999 auf der SPS/IPC/Drives in Nürnberg gegründetes, gemeinnütziges Bündnis international führender Automatisierungstechnikhersteller zu Verbreitung offener Netzwerkstandards der Informationstechnik wie Ethernet als weltweiten Standard für die Industriekommunikation. Die IOANA sah ihre Mission als erfüllt, nachdem sich Ethernet TPC/IP zum Netzwerkstandard in der industriellen Kommunikation durchgesetzt hatte und beschloss somit ihre Auflösung zum 30. Juni 2006.

ICT (Information and Communication Technology)

Es handelt sich hierbei um eine Informations- und Kommunikationstechnologie.

IDA (Interface for Distributed Automation)

IDA bezeichnet einen offenen Standard für die Automatisierungstechnik auf Basis verteilter Intelligenz.

Es handelt sich um eine Anfang 2000 von sechs namenhaften Unternehmen der Automatisierungsbranche gegründete Initiative deren Ziel es ist, unter Nutzung moderner WEB-basierender Kommunikationstechnologien verteilte, einfacher strukturierte Automatisierungssysteme zu ermöglichen, um dadurch den Engineering-Aufwand erheblich zu reduzieren.

Durch IDA werden sowohl die bisherigen Hindernisse innerhalb der Automatisierungstechnik aufgehoben, als auch die Barrieren zwischen fertigungs- und Unternehmensebene. Dies geschieht mittels vertikaler Integration. Wenn möglich werden bereits bestehende Standards wie Ethernet, TCP/IP, XML, HTTP, OPC u.a. in das IDA-Konzept integriert.IDA umfasst den gesamten Engineering-Prozess mit seinen Tools und auch die gesamte Kommunikation mit ihren automationsspezifischen Anforderungen an Echtzeit und Sicherheit.

IEEE

Institute of electrical and electronical engineers.

Impedanz

Hierbei handelt es sich um den Eingangswiderstand einer mit einem Kennwiderstand verschlossenen Leitung.

Industrial Automation

Die Industrial Automation ist eine internationale Leitmesse für Prozess- und Fertigungsautomation.

Industrial Ethernet

Meint das Ethernet für den Einsatz in industrieller Umgebung. Das bedeutet unter Verwendung von Komponenten und Eigenschaften (Echtzeitverhalten), die den industriellen Feldbedingungen angepasst sind. Zurzeit ist die Anwendung in der Fertigungsautomatisierung weit fortgeschritten, in die Bereiche der Prozessautomatisierung dringt sie hingegen wesentlich langsamer vor.

Industrie-PC (Industrial PC/Industrial Personal Computer)

Es handelt sich hierbei um Geräte für die Industrieautomation. Diese Geräte sind so konzipiert, dass sie auch unter den vor Ort herrschenden rauen Einsatzbedingungen (Temperaturen, Luftfeuchte, Staub, elektromagnetische Störbeanspruchungen, Schock und Vibrationen, Schmutz etc.) zuverlässig arbeiten.

Interbus

Bei einem Interbus handelt es sich um ein digitales serielles Kommunikationssystem mit einer speziellen Auslegung für die Anbindung von Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. In seine hybride Protokollstruktur ist ein TCP/IP-Kanal integriert, wodurch ideale Voraussetzungen für eine durchgängige Kommunikation vom Sensor bis ins Internet geboten werden. Wenn auch nicht allein darauf beschränkt, so ist ein Interbus besonders geeignet für die Fabrikautomation.

Interbus Club

Es handelt sich bei Interbus-Clubs um eine Gemeinschaft die auf Initiative namhafter, weltweit tätiger Unternehmen gegründet wurde. Diese Unternehmen bieten alle Produkte und Dienstleistungen für offene Automatisierungslösungen an und verwenden diese auch.

Ziel der Gemeinschaft ist es, die Verbreitung der Interbus-Technologie auf den internationalen Märkten zu fördern, wodurch wiederum der eigene wirtschaftliche Erfolg gewährleistet werden soll.

1992 wurde der Interbus Club Deutschland gegründet, bei dem es sich um einen eingetragenen verein mit über 200 Mitgliedern handelt.

Interbus-Inline

Die Produktfamilie Interbus-Inline bietet Klemmen, die ein modulares Automatisierungssystem bilden. In dieses Automatisierungssystem wird das Interbus-System integriert. Die Inline-Automatisierungsklemmen gewährleisten durch werkzeugloses Aneinanderstecken den Aufbau von Funktionseinheiten, die den jeweiligen Automatisierungsaufgaben entsprechen. Der Einsatz von Interbus-Inline ist sowohl im Schaltschrank als auch im dezentralen Schaltkasten möglich.

Interface

Es handelt sich hierbei um eine Schnittstelle. Der Begriff stammt aus der Naturwissenschaft. Er beschreibt laut Wikipedia bildhaft die Eigenschaft eines Systems als Black Box, von der nur die "Oberfläche" sichtbar ist, und daher auch nur darüber eine Kommunikation möglich ist. Zwei benachbarte Black Boxes können nur miteinander kommunizieren, wenn ihre Oberflächen "zusammenpassen".

Was innerhalb der Black Boxes passiert ist für den anderen ohne Belang.Unter Verwendung dieser Schnittstellen kann man die Teilsysteme wieder zu einem größeren System zusammensetzen.

Interfaces definieren, wie Kommandos und Daten zwischen verschiedenen Prozessen und Komponenten ausgetauscht werden.

Internet (International Network)

Beim Internet handelt es sich um einen weltweiten Verbund von Rechnern und Rechnernetzen die mit verschiedenen Betriebssystemen arbeiten und die sich in ihrer Größe und Architektur unterscheiden. Es werden dezentral auf Rechnern (Servern) Informationen hinterlegt, welche dann von jedermann auf dem eigenen Rechner (Client) abgerufen werden können.Entwickelt wurde das Internet schrittweise in den letzten Jahrzehnten. Gegenwärtig bildet es die Basis für den weltweiten Informations-, Daten- und Dokumentenaustausch, welcher beispielsweise per E-Mail stattfindet.Beim Internet handelt es sich um das bekannteste und zugleich beliebteste Netz der Welt. Zunehmend an Bedeutung für die Automatisierungstechnik gewinnt die Fernwartung via Internet.

IO-Link

Hierbei handelt es sich um eine bidirektionale, offene, feldbusunabhängige Kommunikationsschnittstelle für den Feldbereich. Sie erlaubt, im Gegensatz zu den verbreiteten und meist binären Standard-Schnittstellen den Austausch von Parameterdaten und Diagnoseinformationen zwischen einem Steuerungsgerät und einem Feldgerät. Bei einem IO-Link handelt es sich im Einzelnen um eine dialogfähige sternförmige Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einem Peripherie-Anschaltmodul einem sogenannten Master) und einem Feldgerät (einem binären, digitalen oder analogen Sensor/Aktor, dem sogenannten Slave).

Über mehrere Ports ist es dem Master hierbei möglich, zu jeweils einem Slave zu verfügen. Standrad-Sensor-/Aktorleitungen (SAC-Leitungen) in ungeschirmter Ausführung, deren maximale Länge bis zu 20m betragen können, dienen als Übertragungsmedium.

Reduzierter Projektionsaufwand aufgrund einheitlicher Parametrierung aller Sensoren und Aktoren mit einem eigenen Engineering-Tool, eine höhere Anlagenverfügbarkeit, die der vorausschauenden Wartung an Sensoren und Aktoren zu verdanken ist, aufgrund anlagenweiter Diagnose und dadurch bedingt kürzerer Fehlerortungszeiten kürzere Stillstandzeiten sowie eine rasche Störungsbehebung durch einfachen Geräteaustausch mit automatischer Neuparametrierung, sind weitere nennenswerte Vorzüge der IO-Link-Technologie.

IP

Internet-Protokoll ist ein Übertragungsprotokoll auf Schicht 3

IP-Adresse

Logische Adresse eine Netzteilnehmers. Jede IP Adresse darf nur einmal vergeben werden.

IPC (Industrial PC)

Bei einem Industrie PC handelt es sich um eine robuste, den industriellen Umgebungsbedingungen entsprechende, Ausführung eines Standard Personal Computers.

IPv4 und IPv6

Versionsraum mit 4 bzw 6 Byte.

ISO

International Standards Organisation

ISO-OSI Modell

Es handelt sich um ein aus 7 Schichten bestehenden Modell (definiert durch International Standards Organisation - Open Systems Interconnection (ISO/OSI)). Jede Schicht beschreibt eine Funktion, die verwendet wird, um ein offenes Kommunikationsprotokoll zu erzeugen.

Java

Java ist eine von der Firma Sun Microsystems speziell für den Gebrauch im Programmierumfeld entwickelte, plattformunabhängige, objektorientierte Programmiersprache, die 1995 vorgestellt wurde.

Hierbei wurde das Wora-Konzept, welches es ermöglicht, eine für eine Plattform geschriebene Anwendung auch auf anderen Systemen auszuführen, konsequent umgesetzt.

Java vereint altbewährte Konzepte vorangegangener Sprachen in sich und bietet dem Programmierer eine wesentliche Unterstützung darin, sichere und fehlerfreie Programme zu schreiben. In der Automatisierungstechnik hilft Java dabei, Aufgaben wie Fernwartung und Remote-Zugriffe auf Anlagenteile aber auch Visualisierung und Diagnosen möglichst einfach umzusetzen.

Javascript

Hierbei handelt es sich um eine von Netscape entwickelte Programmiersprache (die nicht mit der Programmiersprache Java verwechselt werden darf), welche der Erleichterung der Optimierung von Webseiten für HTML-Autoren dient. Die Javascript-Funktion ist Standardausstattung der meisten Browser.

Jitter

beschreibt die Abweichung von Laufzeiten der Datenpakete. Bei Videoanwendungen erzeugt ein großer Jitter z.B. schlechte Bilder.

KNX (Konnex)

Es handelt sich hierbei um einen Feldbus zur Gebäudeautomation welcher internationaler Standard für die Vernetzung von Haus- und Gebäudetechnik ist und die Anforderungen nach EN 50090, EN 13321-1 und ISO/IEC 14543-3 erfüllt.

Kollision

Kollisionen treten auf, wenn mehrere Teilnehmer gleichzeitig senden wollen.

Komponentenbasierte Automatisierung (Component-based Automation/CBA)
Hierbei handelt es sich um ein modulares Automatisierungskonzept bei TIA für Anwendungen mit verteilter Intelligenz, dass auf dem Standard der Profinet oder Profibus Nutzerorganisationen PNO basiert. Es unterstützt die konsequente Modularisierung durch die Komponententechnologie im Maschinen- und Anlagenbau.

Durch ein neues Engineering-Tool wird das anlagenweite grafische Zusammenführen verteilter Anwendungen ermöglicht. Grafisches Projektieren ersetzt das aufwändige Ausprogrammieren von Kommunikationsbeziehungen zwischen intelligenten Geräten, wodurch bei Engineering und Inbetriebnahme außergewöhnliche Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Aktuell spielt dieses Konzept praktisch jedoch kaum eine Rolle.

KUNBUS-IC

KUNBUS-IC ist eine Serie von Auftsteckplatinen (32pol) für Feldbus und Industrial Ethernet Anwendungen.

LAN

Lokal Aera Network/ Lokales Netzwerk

Latenzzeit

Die Verzögerung, zwischen Empfangen und Weitersenden von Daten.

Laufzeit (Run-time)

Hierbei handelt es sich um die Zeitspanne, während der getroffene Vereinbarungen (wie Vertragslaufzeiten) gelten. Überdies beschreibt die Laufzeit auch die Zeitdauer, die ein Betrachtungsobjekt (Maschine, Anlage, Gerät) seit seiner Inbetriebnahme arbeitet oder die ein definierter Vorgang (Programmbearbeitung oder Signalübertragung) zu seiner Ausführung benötigt.

Layers

Layers (Deutsch= Schichten)
Bezieht sich auf das ISO/OSI-Modell, das aus Layers (Schichten) besteht und offene Kommunikationsprotokolle spezifiziert.

Lichtwellenleiter/LWL

Medium zum Übertragen von Lichtsignalen/ Optische Datenübertragung.

LON (Local Operating Network)

LON beschreibt ein offenes Bussystem, das das Zusammenspiel von Komponenten verschiedener Hersteller in Anlagen ermöglicht (Multivendoranlagen). Sein Einsatzgebiet reicht von der Gebäudetechnik, der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, der Energietechnik bis hin zur dezentralen Automatisierung in der Prozess- und Fertigungstechnik.

LonMark international

Hierbei handelt es sich um eine international organisierte Interessengemeinschaft von Unternehmen und Institutionen, die mit der LON-Technologie auf Grundlage der Norm ISO/IEC 14908-1 arbeiten.

LonWorks (Local Operating Netwerk Technology)

Bei dem Begriff LonWorks handelt es sich um die Systembezeichnung für die gesamte LON-Technology.

MAC

Media Access Control definiert welcher Teilnehmer wann auf das Übertragungsmedium zugreifen darf.

MAC Adresse

Weltweit einmalig vergebene Geräteadresse.

MAP (Manufacturing Automation Protocol)

Beim MAP handelt es sich um ein Datenübertragungsprotokoll für die automatisierte Fertigung.


Master (Meister/Leitelement)

Ein Master ist ein zentraler Busteilnehmer, der für die Regelung des Buszugriffs zuständig ist. Alle anderen Busteilnehmer arbeiten als Slaves.

Master-Slave

Datenkommunikation Verfahren um ein Netzwerk zu steuern. Ein Master-Gerät steuert welches Slave-Gerät zur Datenübertragung Zugriff auf das Netzwerk hat.

Modbus

Bei einem Modbus handelt es sich um ein Master/Slave-Netzwerk, durch das z.B. einem Leitrechner die Kommunikation mit einer oder mehreren SPS oder Remote IO ermöglicht wird oder auch Programmiervorgänge, Datentransfers oder andere Operationen durchgeführt werden können.Ein Modbus-Mastergerät initialisiert alle Kommunikationsvorgänge in einem Modbus-Netzwerk, wobei dieses Mastergerät ein Leitrechner, ein Bedienfeld, ein Programmiergerät oder auch eine SPS mit der Möglichkeit zur ASCII-Kommunikation sein kann.

Weitere Details zu Modbus RTU und Modbus TCP finden Sie bei unseren Produktbeschreibungen

Modbus Protokoll

Es handelt sich hierbei um ein Kommunikationsprotokoll, das auf einer Master/Slave- bzw. Client/Server-Architektur basiert. Es wurde für die Kommunikation mit seinen speicherprogrammierbaren Steuerungen entwickelt. In der Industrie hat sich der Modbus zu einem De-facto-Standard entwickelt, da es sich um ein offenes Protokoll handelt.

MTBP (Mean Time Between Failures)

Gemeint ist hiermit die mittlere fehlerfreie Betriebszeit bzw. der mittlere Ausfallabstand, also die mittlere Zeitspanne zwischen zwei Ausfällen bei reparierbaren Objekten. Es handelt sich um eine Zuverlässigkeitskenngröße.

MTTF (Mean Time to Failure)

Hierbei handelt es sich um den statistischen Erwartungswert der mittleren Zeit bis zum Ausfall. Der MTTF ist eine Zuverlässigkeitskenngröße für nicht wartbare bzw. instandsetzbare Objekte und entspricht der mittleren Lebensdauer einer Betrachtungseinheit.

Multicast

Datenpaket, das an eine Gruppe von Empfängern geleitet wird.

Multimaster

Busteilnehmer die in einem Netzwerk aktiv auf Daten zugreifen können, nennt man Master. Besitzt ein Bus mehrere Master spricht man von Multimaster.

Multiplexer

Es handelt sich hierbei um ein Schaltnetzwerk, bei dem mit Hilfe eines Steuersignals aus einer Anzahl von Eingangssignalen ein Signal ausgewählt werden kann (beispielsweise zur Durchschaltung auf einen Übertragungskanal).

Network Layer (Netzwerkschicht/Vermittlungsschicht)

Sie entspricht der Schicht 3 im OSI-Referenzmodell.Datenpakete werden hier adressiert und logische Adressen und Namen in physikalische konvertiert. Außerdem werden hier die Übertragungswege bestimmt.

Netz (Net/Network)

Es handelt sich hierbei um eine Verbindungsstruktur aus einzelnen Elementen (Punkten, Knoten, Komponenten), welche miteinander verbunden sind bzw. in einer definierten Wechselwirkung miteinander stehen (Z.B. Rohrleitungsnetze, Rechnernetze, Verkehrsnetze, Energieversorgungsnetze, Telefonnetze, Funknetze, Petri-Netze, Kommunikationsnetze usw.).

Es werden verschiedene Netzarten je nach anwendungsspezifischer Nutzerstruktur und bei den elektrischen Versorgungsnetzen verschiedene Netzformen je nach Art der versorgungsseitigen bzw. verbraucherseitigen Erdung unterschieden.

Object Directory (OD / Objektverzeichnis)

Bietet eine Standardstruktur für den Zugriff auf interne Daten eines Geräts.

ODVA (Open DeviceNet Vendors Association)

Es handelt sich hierbei um eine Organisation, deren Mitglieder u.a. auch führende Automatisierungsunternehmen der Welt sind.

Diese Organisation unterstützt, verwaltet und fördert auf dem Common Industrial Protocol (CIP) basierende Netztechnologien. Aktuell sind dies z.B. die Netztechnologien DeviceNet, EtherNet/IP, CompoNet und ControlNet - zusammen mit den ausschlaggebenden Erweiterungen für CIP, wie CIP Safety, CIP Sync und CIP Motion.

Die Entwicklung dieser offenen Technologien wird durch die ODVA koordiniert. Herstellern und Benutzern von CIP-Netzwerken bietet die ODVA zudem Unterstützung in Form von Tools, Schulungen und Marketingaktivitäten.


Um die Konformität der, nach den Spezifikationen implementierten, Produkte in herstellerübergreifenden Anlagen sicherzustellen, bietet die ODVA außerdem Konformitätsprüfungen an.


Ziel der ODVA ist es auch, die Verbreitung offener Kommunikationsstandards zu fördern, weshalb sich ihr Tätigkeitsbereich auch aktiv in Normungsorganisationen und Industriekonsortien erstreckt.

Offene Systeme (Open Systems)

Ein offenes System hat aktive Kopplungen zu seiner Umwelt und ist somit nicht abgeschottet. Das bedeutet, dass es dazu in der Lage ist, mit seiner Umgebung Material-, Energie- und Informationsflüsse auszutauschen. Ein offenes technisches System bietet nach IEEE die Voraussetzungen für die Portierbarkeit von Anwendungen auf eine große Anzahl von Plattformen unterschiedlicher Hersteller, für die Fähigkeit der Kooperation unterschiedlicher Anwendungen, sowie für ein einheitliches Erscheinungsbild für den Anwender. Voraussetzung hierfür ist die herstellerneutrale freie Kombinierbarkeit von Software- und Hardwarekomponenten auf der Grundlage einheitlich genormter Schnittstellen sowie die unkomplizierte Konfigurierbarkeit applikationsspezifischer Systemvarianten nach dem "Plug and Play"-Prinzip.

Kürzere Entwicklungs- und Anpassungszeiten, gesteigerte Beschaffungsflexibilität infolge von Lieferantenunabhängigkeit, leichte Vernetzbarkeit, verbesserte Integration von Zusatzfunktionalitäten und auch ein deutlich geringerer Aufwand für Schulung, Wartung und Instandsetzung zeichnen diese offenen Systeme aus und bieten klare Vorteile gegenüber herstellerspezifischen (proprietären) Systemen.

OPC Foundation

Hierbei handelt es sich um eine internationale gemeinnützige Organisation deren Bemühen darin liegt, durch Schaffung offener Normen die kommunikative Anbindung von Automatisierungskomponenten verschiedener Hersteller an PC-Applikationen, wie Visualisierungssysteme oder Büroanwendungen, zu erleichtern.

OSI (Open System Interconnection)

wurde entwickelt um eine herstellerneutrale Datenkommunikation zu schaffen.

OSI Referenzmodel (Open System Interconnection Reference Model)

Es handelt sich hierbei um ein OSI-Schichtenmodell, dass 1972 von der ISO mit dem Ziel, die Verbindung zwischen Netzen verschiedener Hersteller und mit unterschiedlichen Topologien zu ermöglichen, vorgelegt wurde.

Es beschreibt Norm, welche klassifiziert und festlegt nach welchen Prinzipien die Kommunikation, unter Anwendung unterschiedlicher Protokolle (Regeln), zwischen den Komponenten in einem Netzwerk stattfindet und besteht aus sieben Schichten (Layern): Dem Physical Layer, dem Data Link Layer, dem Network Layer, dem Transport Layer, dem Session Layer, dem Presentaion Layer und dem Application Layer. Mit Hilfe des Physical Layer, der untersten Ebene, werden die elektrischen und mechanischen Spezifikationen von Kabeln und Netzadapterkarten bestimmt. Auch dient sie der Bestimmung der Art, wie die Bits über das Kabel verschickt werden.

Die Data Link Layer ist die zweite Schicht. Sie fasst die Bits der untersten Stufe in Gruppen bzw. Datenpaketen (Frames) zusammen, und fügt am Anfang des Pakets eine Steuerinformation hinzu (Absender- und Empfängeradresse, Länge des Pakets, benutzte Protokolle der höheren Schichten). Die nächsthöhere Ebene ist dann die Network Layer, auf der Informationen über das benutzte Netz weitergereicht werden.

Mehr zu den OSI-Schichten erfahren sie auf unseren Produktseiten.

PCI-Bus (Peripheral Component Interconnect Bus)

Der PCI-Bus ist ein synchroner Bus der von Intel als Zwischen-/Local-Bus für die neuesten PC-Generationen entwickelt wurde. Der Haupttakt der CPU wird hierbei zur Synchronisation verwendet. Der PCI-Bus ist Mikroprozessor-unabhängig, 23 Bit- und 64 Bit-kompatibel und unterstützt sowohl 3,3-V als auch 5-V-Karten/Geräte.

PCM (Puls-Code-Modulation)

Hierbei handelt es sich um eine Modulationsform, bei der ein analoges Signal binär codiert wird.

PCMCIA (Personal Computer Memory Card International Association)

Die PCMCIA ist eine internationale Vereinigung von Komponentenherstellern in der Computerindustrie. Sie unterstützte die Schaffung und Weiterentwicklung eines Standards für Speicherkarten und andere Karten für den PC.Einzelheiten wir Größe, Leistungsaufnahme, Signalführung und Programmierung der Karten werden durch den entsprechenden PCMCIA-Standard sehr genau festgelegt. Die Karten haben ein kleines Format, eine geringe Leistungsaufnahme und werden softwaremäßig konfiguriert. Allen mobilen Mess-, Analyse-, Service- und Prüfsysteme, die mit tragbaren PC, Laptops oder Notebooks ausgestattet sind, bietet sich der Einsatz der PCMCIA-Technologie an.

Physical Layer (Bitübertragungsschicht)

Diese Schicht definiert den physikalischen Anschluss an das Feldbusnetzwerk.

PNO

PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. Die Standardisierungsorganisation für den PROFIBUS Feldbus.

Port

Ethernet-Anschluß an dem Teilnehmer angeschlossen werden können.

Power Supply (PSU / Stromversorgung)

Feldbus-Stromversorgungen hindern das Feldbussignal daran, in die Stromversorgung einzutreten, was ansonsten zu Kommunikationsproblemen führen kann.

Powerlink

(Offizielle Schreibweise: Ethernet POWERLINK) ist eine Protokollerweiterung zum Ethernet-Standard nach IEEE 802.3, um Echtzeitdaten im Mikrosekundenbereich zu übertragen. Der Hauptanwendungszweck von Powerlink ist die Übertragung von Prozessdaten in der Automatisierungstechnik.

Producer

Sender einer Nachricht/Signals

PROFIBUS Nutzerorganisation eV

Es handelt sich hierbei um einen gemeinnützigen industriellen deutschen Fachverband, der in Karlsruhe sitzt und aus mehr als 300 Mitgliedern besteht. Zu seinen Mitgliedern gehören Hersteller, Anwender, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Der Fachverband dient der Pflege, Weiterentwicklung, Vermarktung und Förderung der internationalen Durchsetzung der PROFIBUS- Und PROFINET-Technologien.

PROFIBUS-DP (Process Field Bus - Decentralized Periphery)

Hierbei handelt es sich um einen PROFIBUS für den Bereich der "Dezentralen Peripherie".Der PROFIBUS-DP verlagert vor Ort einfache digitale und analoge Ein-/Ausgabebaugruppen sowie intelligente signal- und prozessdatenverarbeitende Einheiten. Damit könne die Kosten für den Verkabelungsaufwand deutlich verringert werden. Genutzt wird der PROFIBUS-DP überwiegend bei zeitkritischen Anwendungen in der Fertigungsindustrie.

PROFIBUS-FMS (Process Field Bus - Fieldbus Message Specification)

Hierbei handelt es sich um einen Vorläufer des PROFIBUS-DP, der durch Industrial Ethernet an Bedeutung verloren hat und seit 2007 nicht mehr genormt ist. Er wurde auf der Systemebene mit geringen Echtzeitanforderungen eingesetzt.

PROFIBUS-MC (Process Field Bus - Motion Control)

Es handelt sich hierbei um eine PROFIBUS-DP-Erweiterung für die Antriebskommunikation. Diese Erweiterung ermöglicht den zweitgleichen taktsynchronen Betrieb mehrerer schneller Antriebe ohne nachteilige Beeinflussung der Zykluszeit.

PROFIBUS-PA (Process Field Bus - Process Automation)

Hierbei handelt es sich um eine PROFIBUS-Variante für die Prozessautomation zur Anschaltung von Feldgeräten an Prozessleitsysteme. Diese eigensichere Variante des PROFIBUS unterscheidet sich nur durch das physikalische Medium von der PROFIBUS-DP-Variante. Es wird vorwiegend in der Verfahrenstechnik der Prozessautomatisierung genutzt. Das System ermöglicht neben der Kommunikation mit den Feldgeräten auch deren Energieversorgung.Das Hauptaktionsfeld des PROFIBUS-PA ist Europa. 

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