Basics DeviceNet
DeviceNet ist ein auf CAN basierender, offener Feldbus, der hauptsächlich in der Automatisierungstechnik verwendet wird. DeviceNet wurde von Allen-Bradley (arbeitete für Rockwell Automation) entwickelt und später als offener Standard an die ODVA (Open DeviceNet Vendor Association) übergeben. DeviceNet ist in der europäischen Norm EN 50325 standardisiert und ist als leistungsfähgiges Sensor-Aktor Netzwerk konzipiert.
DeviceNet ist hauptsächlich in den USA und auch in Asien verbreitet. In Europa hat sich DeviceNet gegenüber Profibus oder CANopen nicht durchsetzen können.
DeviceNet gehört wie ControlNet und EtherNet/IP zur Familie der CIP-basierten Netzwerke. CIP (Common Industrial Protocol) bildet die gemeinsame Applikationsschicht dieser drei industriellen Netzwerke, die dadurch eine Art abgestuftes Kommuniaktaionssystem darstellen. Die Leitebene bildet dabei EtherNet/IP, die Zellebene ControlNet und die Feldebene schließlich DeviceNet.
DeviceNet ist ein objektorientiertes Bussystem und arbeitet nach dem Producer/Consumer-Verfahren. Die Kommunikation ist verbindungsorientiert und erfolgt als Punkt-zu-Punkt-Verbindung oder als Mehrpunktverbindung.
Es gibt vordefinierte Verbindungstypen die Dienste zugeordnet sind. Im DeviceNet werden die verfügbaren Kommunikationsdienste durch Objektmodelle in sogenannten Geräteprofilen festgelegt.
Bis zu maximal 64 Netzwerkknoten pro Feldbussegment sind möglich, deren Einstellung über den Bus oder direkt am Gerät vorgenommen werden kann.
Es sind drei verschiedene Baudraten wählbar (125 kBaud, 250 kBaud und 500 kBaud) die man bei fast allen DeviceNet-Geräten direkt am Gerät einstellen kann.
Das DeviceNet-Kabel sieht neben den beiden Signalen für die Datenübertragung CAN-L und CAN-H auch zwei Leitungen für die Versorgung der DeviceNet-Busteilnehmer mit 24-Volt-Betriebsspannung vor. Die Busteilnehmer können somit bus- oder fremdgespeist ausgeführt werden. Die maximale Länge des DeviceNet-Kabels ist abhängig vom gewählten Kabeltyp und der Baudrate. Die Installation erfolgt in einer Bus-Topologie (Abzweigungen sind möglich) und 120 Ohm Abschlusswiderständen an beiden Enden.

