Ethercat in der Antriebstechnik
Nichts wächst so rasch wie die Anforderungen des Maschinenbaus an sichere und schnelle Kommunikation. Gerade in der Antriebstechnik, bei der oftmals viele Aktoren und Sensoren (die in Höchstgeschwindigkeit arbeiten) synchronisiert werden müssen, ist der Schlüssel zur Qualität- und somit zum Erfolg- die Datenübertragung.
Die Vorteile von Ethercat liegen in den deutlich kürzeren Zykluszeiten gegenüber den Maschinensteuerungen. Hier liegen auch noch große Reserven für den Maschinenplaner brach und somit wird das Übertragungssystem auch in Zukunft nicht das geschwindigkeitslimitierende Element werden.
Desweiteren ist Ethercat ein durchgängig genormtes System. Das beginnt bei den Steckverbindern für die Verkabelung und endet in den Protokollen. Zudem stellt die Nutzerorganisation ETG (Ethercat Technology Group) sicher, dass die Interoperabilität verschiedener Hersteller sichergestellt wird.
Auch können alle Schnittstellen einer Anlage mit Ethercat vernetzt werden, das spart zusätzliche Gateways und verhindert die damit verbundenen Kompatibilitätsprobleme. Zudem geht jedes zusätzlich eingebaute Modul zu Lasten der Kosteneffizienz, der Sicherheit und der Geschwindigkeit.
Das Echtzeitverhalten verbessert zudem die Möglichkeiten der „Feinjustage“ aller Maschinenteile die regelgenau und mit kurzen Zykluszeiten arbeiten müssen. Somit lassen sich alle Mess- und Bewegungsprozesse verbessern.
Ein weiterer Vorteil von Ethercat ist die Datenmenge die übertragen werden kann. Neben der reinen Ansteuerung der Hardware können auch alle Produktionsdaten zurück ins System fließen und ausgewertet werden. Dies verringert Fehler beziehungsweise macht eine spätere Diagnose leicht.
Parallel zur EtherCAT Entwicklung wurde auch ein (feldbusunabhängiges) Safety-Protokoll entwickelt, das für EtherCAT als Safety over EtherCAT zur Verfügung steht. Damit lässt sich funktionale Sicherheit mit EtherCAT nach IEC61508 (Safety Integrity Level 3) realisieren.
Dabei verursacht Safety over EtherCAT keinerlei Einschränkung bezüglich Übertragungsgeschwindigkeit und Zykluszeit, da EtherCAT als einkanaliges Kommunikationsmedium genutzt wird. Das Transportmedium wird dabei als „Black Channel“ verwendet.
Über Gateways lassen sich bestehende Anlagen, die mit Feldbussen wie CANopen, DeviceNet und Profibus arbeiten, nahtlos in die EtherCAT Umgebung integrieren. Somit ist sind auch Investitionen in diesem Bereich geschützt und es öffnet sich der Weg zur Ethercat-Welt.
Unsere Ethercat-Module erleichtern den Umstieg in diese Welt- schnell, kostengünstig und mit vollem Entwicklungssupport.

